Verlangen naar verlangen
Eerst had ik mij kuis naar je toegewend.
Het ijs verdween.
Per slot van rekening ben ik een vent,
en niet van steen.
Het is nu mei. De lijster fluit terecht,
er gaat wat om.
En wie zich dit en wie zich dat ontzegt,
die is best dom.
Want zie, die diepe vriendschap - liefste vrouw,
hoor hier dit lied,
toont u en mij zo treffend en getrouw:
het werkt toch niet.
Het werkt niet, als de bloesemwind ruist, pront
een vogel koert -
Wij mannen smachten naar een rode mond,
die ons vervoert.
Wij willen allemaal dat wat het bloed
snel voorwaarts stuwt -
Het verdicht zich gewis nog eens zo goed,
wanneer je huwt.
Maar luider nog weerklinkt mijn liergezang,
als jij niet stilt,
wat ik ontbeerde doodse jaren lang -
als jij niet wilt.
Zo zoet is er geen liefdesmelodie,
zo fris geen bad,
zo heerlijk voelt geen zachte borst als die,
die je niet had.
De werkelijkheid kreeg het nooit nog rond,
zij houdt niet al.
En stralend oversluiert mij jouw blondheel het heelal.
--
Erst wollte ich mich dir in Keuschheit nahn.
Die Kette schmolz.
Ich bin doch schließlich, schließlich auch ein Mann,
Und nicht aus Holz.
Der Mai ist da. Der Vogel Pirol pfeift.
Es geht was um.
Und wer sich dies und wer sich das verkneift,
Der ist schön dumm.
Denn mit der Seelenfreundschaft ? liebste Frau,
Hier dies Gedicht
Zeigt mir und Ihnen treffend und genau:
Es geht ja nicht.
Es geht nicht, wenn die linde Luft weht und
Die Amsel singt ?
Wir brauchen alle einen roten Mund,
Der uns beschwingt.
Wir brauchen alle etwas, das das Blut
Rasch vorwärtstreibt ?
Es dichtet sich doch noch einmal so gut,
Wenn man beweibt.
Doch heller noch tönt meiner Leier Klang,
Wenn du versagst,
Was ich entbehrte öde Jahre lang ?
Wenn du nicht magst.
So süß ist keine Liebesmelodie,
So frisch kein Bad,
So freundlich keine kleine Brust wie die,
Die man nicht hat.
Die Wirklichkeit hat es noch nie gekonnt,
Weil sie nichts hält.
Und strahlend überschleiert mir dein Blond
Die ganze Welt.
Kurt Tucholsky, 1890 - 1935
maandag 16 december 2013
Kurt Tucholsky - Sehnsucht nach der Sehnsucht
woensdag 4 januari 2012
Philip Larkin - Arrival
Ankuft
Der Morgen, eine Glastür, blinkt
Gold-namen aus der neuen Stadt,
Deren weißen Platten und Kuppeln
Den ganzen Tag durch die träge Luft reisen.
Ich komme um zu bleiben;
Und die Fenster wehen offen
Und die Gardinen fliegen aus wie Tauben
Und die Vergangenheit trocknet im Wind.
Lass mich nun liegen, unter
Breit verzweigte Gleichgültigkeit
Gesichter wie Münzen schieben
In den Hintergrund meines Geistes,
Stimmen bemerken die klingen
wie das Kauderwelsch von Autohupen,
Und lass die schlampige Häuser
Ihre dummen Leben für sich behalten.
Denn diese Ignoranz von mir
Scheint eine Art von Unschuld zu sein.
Ich werde Sie bald genug verletzen:
Lass mich bis dahin
Ihr Milch-luftig Eden atmen,
Bis es mein eigenes Leben bedarf-
Langsam-sinkend; grau-verschleiert; ein Diebstahl,
Eine Art zu sterben nur.
Arrival
Morning, a glass door, flashes
Gold names off the new city,
Whose white shelves and domes travel
The slow sky all day.
I land to stay here;
And the windows flock open
And the curtains fly out like doves
And the past dries in a wind.
Now let me lie down, under
A wide-branched indifference,
Shovel faces like pennies
Down the back of the mind,
Find voices coined to
An argot of motor-horns,
And let the cluttered-up houses
Keep their thick lives to themselves.
For this ignorance of me
Seems a kind of innocence.
Fast enough I shall wound it:
Let me breathe till then
Its milk-aired Eden,
Till my own life impound it –
Slow-falling; grey-veil-hung; a theft,
A style of dying only.
By Philip Larkin
ongeveer 1950, gepubliceerd in Collected Poems 2003
Der Morgen, eine Glastür, blinkt
Gold-namen aus der neuen Stadt,
Deren weißen Platten und Kuppeln
Den ganzen Tag durch die träge Luft reisen.
Ich komme um zu bleiben;
Und die Fenster wehen offen
Und die Gardinen fliegen aus wie Tauben
Und die Vergangenheit trocknet im Wind.
Lass mich nun liegen, unter
Breit verzweigte Gleichgültigkeit
Gesichter wie Münzen schieben
In den Hintergrund meines Geistes,
Stimmen bemerken die klingen
wie das Kauderwelsch von Autohupen,
Und lass die schlampige Häuser
Ihre dummen Leben für sich behalten.
Denn diese Ignoranz von mir
Scheint eine Art von Unschuld zu sein.
Ich werde Sie bald genug verletzen:
Lass mich bis dahin
Ihr Milch-luftig Eden atmen,
Bis es mein eigenes Leben bedarf-
Langsam-sinkend; grau-verschleiert; ein Diebstahl,
Eine Art zu sterben nur.
Arrival
Morning, a glass door, flashes
Gold names off the new city,
Whose white shelves and domes travel
The slow sky all day.
I land to stay here;
And the windows flock open
And the curtains fly out like doves
And the past dries in a wind.
Now let me lie down, under
A wide-branched indifference,
Shovel faces like pennies
Down the back of the mind,
Find voices coined to
An argot of motor-horns,
And let the cluttered-up houses
Keep their thick lives to themselves.
For this ignorance of me
Seems a kind of innocence.
Fast enough I shall wound it:
Let me breathe till then
Its milk-aired Eden,
Till my own life impound it –
Slow-falling; grey-veil-hung; a theft,
A style of dying only.
By Philip Larkin
ongeveer 1950, gepubliceerd in Collected Poems 2003
zondag 7 augustus 2011
Rainer Maria Rilke - Der Tod der Geliebten
De dood van de geliefde
hij wist enkel van de dood wat allen weten:
dat hij ons haalt en in het ongewisse stort.
maar als zij, niet van hem weggescheurd,
nee, zachtjes uit zijn ogen opgelost,
naar de schaduwzijde is gestegen
en zou hij voelen, dat zij daarachter nu
hadden, als een maan, haar meisjeslach
en haar manier om te plezieren:
dan werden hem de doden zo bekend
als was hij door haar met ieder van hen
zo vertrouwd; hij zou de anderen laten praten
en niet geloven en vertellen van dat land,
dat fraai gelegen, altijd zoete_
en het aftasten voor hun voeten.
===
Der Tod der Geliebten
Er wußte nur vom Tod was alle wissen:
daß er uns nimmt und in das Stumme stößt.
Als aber sie, nicht von ihm fortgerissen,
nein, leis aus seinen Augen ausgelöst,
hinüberglitt zu unbekannten Schatten,
und als er fühlte, daß sie drüben nun
wie einen Mond ihr Mädchenlächeln hatten
und ihre Weise wohlzutun:
da wurden ihm die Toten so bekannt,
als wäre er durch sie mit einem jeden
ganz nah verwandt; er ließ die andern reden
und glaubte nicht und nannte jenes Land
das gutgelegene, das immersüße -
Und tastete es ab für ihre Füße.
Rainer Maria Rilke
Praag 04-12-1875 - Valmont 29-12-1926
===
Zie: http://www.let.uu.nl/~fabian.stolk/personal/TotderGeliebten.htm
Voor o.a. vertalingen van C.O. Jellema en Peter Verstegen.
hij wist enkel van de dood wat allen weten:
dat hij ons haalt en in het ongewisse stort.
maar als zij, niet van hem weggescheurd,
nee, zachtjes uit zijn ogen opgelost,
naar de schaduwzijde is gestegen
en zou hij voelen, dat zij daarachter nu
hadden, als een maan, haar meisjeslach
en haar manier om te plezieren:
dan werden hem de doden zo bekend
als was hij door haar met ieder van hen
zo vertrouwd; hij zou de anderen laten praten
en niet geloven en vertellen van dat land,
dat fraai gelegen, altijd zoete_
en het aftasten voor hun voeten.
===
Der Tod der Geliebten
Er wußte nur vom Tod was alle wissen:
daß er uns nimmt und in das Stumme stößt.
Als aber sie, nicht von ihm fortgerissen,
nein, leis aus seinen Augen ausgelöst,
hinüberglitt zu unbekannten Schatten,
und als er fühlte, daß sie drüben nun
wie einen Mond ihr Mädchenlächeln hatten
und ihre Weise wohlzutun:
da wurden ihm die Toten so bekannt,
als wäre er durch sie mit einem jeden
ganz nah verwandt; er ließ die andern reden
und glaubte nicht und nannte jenes Land
das gutgelegene, das immersüße -
Und tastete es ab für ihre Füße.
Rainer Maria Rilke
Praag 04-12-1875 - Valmont 29-12-1926
===
Zie: http://www.let.uu.nl/~fabian.stolk/personal/TotderGeliebten.htm
Voor o.a. vertalingen van C.O. Jellema en Peter Verstegen.
dinsdag 14 juni 2011
Robert Creeley - Wall
Ich sah diese Mauer
monatelang, Backsteinen
verblasst, abgebröckelt, Dachrinne
ausgerüstet mit Eiszapfen
wie Zähne,
Bogenfenster
dagegenüber, Blasen
weiße Farbe, eine Leiste
graublau.
Kennzeichnende Grenze-
von was? Eine Ruine
von einem Haus, niemand zuhaus',
dürftig,
feuchten Leere
unter ein leckendes Dach.
Blind für etwas anderes,
Mauer so nah,
eindringlich,
meine eigene-
kann drücken
mit Auge, denken,
wo man nicht sollte gehen,
die Zerdrückten
in sogenannten Schwärze,
Verzweiflung. Diese einfache
Anerkennung ist
kein Platz für Mauer
die wiederholen,
wirklich oder unwirklich.
Sie stehen zwischen
innen und aussen-
wie in der Schule, vor Jahren,
sahen wir MAUER, hörten
MAUER sagen: "Also, ich,
Mauer, konnte zu meinem Teil stehen;//
Und, fertig jetzt,
kann Mauer weiter gehen"-
Wolken darüber, verschobenes
Stück blauer Himmel. Matte Sonne.
===
Wall
I've looked at this wall
for months, bricks
faded, chipped, edge of roof
fixed with icicles
like teeth,
arch of window
opposite, blistered
white paint, a trim
of grey blue.
Specific limit-
of what? A shell
of house, no one's home,
tenuous,
damp emptiness
under a leaky roof.
Careless of what else,
wall so close,
insistent,
to my own-
can push
with eye, thinking
where one can't go,
those crushed
in so-called blackness,
despair. This easy
admission's
no place walls
can echo,
real or unreal.
They sit between
inside and out-
like in school, years ago,
we saw WALL, heard
WALL say, "Thus have I,
Wall, my part discharged so;/
And, being done,
thus Wall away doth go"-
Clouds overhead, patch of
shifting blue sky. Faint sun.
Robert Creeley (1926-2005). Uit: 'Memory Gardens', New Directions, New York, 1986, p. 25/6.
monatelang, Backsteinen
verblasst, abgebröckelt, Dachrinne
ausgerüstet mit Eiszapfen
wie Zähne,
Bogenfenster
dagegenüber, Blasen
weiße Farbe, eine Leiste
graublau.
Kennzeichnende Grenze-
von was? Eine Ruine
von einem Haus, niemand zuhaus',
dürftig,
feuchten Leere
unter ein leckendes Dach.
Blind für etwas anderes,
Mauer so nah,
eindringlich,
meine eigene-
kann drücken
mit Auge, denken,
wo man nicht sollte gehen,
die Zerdrückten
in sogenannten Schwärze,
Verzweiflung. Diese einfache
Anerkennung ist
kein Platz für Mauer
die wiederholen,
wirklich oder unwirklich.
Sie stehen zwischen
innen und aussen-
wie in der Schule, vor Jahren,
sahen wir MAUER, hörten
MAUER sagen: "Also, ich,
Mauer, konnte zu meinem Teil stehen;//
Und, fertig jetzt,
kann Mauer weiter gehen"-
Wolken darüber, verschobenes
Stück blauer Himmel. Matte Sonne.
===
Wall
I've looked at this wall
for months, bricks
faded, chipped, edge of roof
fixed with icicles
like teeth,
arch of window
opposite, blistered
white paint, a trim
of grey blue.
Specific limit-
of what? A shell
of house, no one's home,
tenuous,
damp emptiness
under a leaky roof.
Careless of what else,
wall so close,
insistent,
to my own-
can push
with eye, thinking
where one can't go,
those crushed
in so-called blackness,
despair. This easy
admission's
no place walls
can echo,
real or unreal.
They sit between
inside and out-
like in school, years ago,
we saw WALL, heard
WALL say, "Thus have I,
Wall, my part discharged so;/
And, being done,
thus Wall away doth go"-
Clouds overhead, patch of
shifting blue sky. Faint sun.
Robert Creeley (1926-2005). Uit: 'Memory Gardens', New Directions, New York, 1986, p. 25/6.
zondag 12 juni 2011
Rainer Maria Rilke - Herbsttag
Herfstdag
Heer: het is tijd. De zomer was heel groot.
Bedek de zonnewijzers met uw schaduw
en leg de velden in de winden bloot.
Beveel de laatste vruchten rijp te zijn;
geef ze nog twee zuidelijke dagen,
dring op voltooiing aan, blijf jagen
het laatste zoet in zware wijn.
Die nu geen huis heeft, bouwt geen meer.
Die nu alleen is, die zal het lang nog blijven,
zal waken, lezen, lange brieven schrijven
en zal onrustig in lanen heen en weer
bewegen, als de blaad'ren drijven.
Zie ook: http://blogs.news24.com/Poems/rilke-in-drie-tale
===
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiel den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird Es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Heer: het is tijd. De zomer was heel groot.
Bedek de zonnewijzers met uw schaduw
en leg de velden in de winden bloot.
Beveel de laatste vruchten rijp te zijn;
geef ze nog twee zuidelijke dagen,
dring op voltooiing aan, blijf jagen
het laatste zoet in zware wijn.
Die nu geen huis heeft, bouwt geen meer.
Die nu alleen is, die zal het lang nog blijven,
zal waken, lezen, lange brieven schrijven
en zal onrustig in lanen heen en weer
bewegen, als de blaad'ren drijven.
Zie ook: http://blogs.news24.com/Poems/rilke-in-drie-tale
===
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiel den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird Es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Peter Rühmkorf - Hochseil
Hoogtouw
Wij draaien in hoogste hoogten weerom,
vanzelfsprekend en vanzelfrijmend,
van een I n d i v i d u dat niet bestaat
anders dan uit woorden dromend.
Wat ons drijft, - Waarom ? Waarvoor?
de kudde te verlaten?
Het nooit eerder onderzochte wie - is - wie
in een duikvlucht te verstaan.
Wie van zo hoog zijn blik op het schootsveld richt
ziet alleen maar kommer/kwel.
Ik zeg: wie poëzie schrijft, is geschift
die het waar wil hebben, wordt het wel
Ik speel op de vleugel van mijn sterlichaam,
v i e r v o e t i g - met veertig tenen
Helemaal beneden aan de grond gelden wij
als bijna onberekenbaar.
De muze ontbloot haar haar
in een omgedraaide wereld
Ik zweef gracieus in levensgevaar
juist nu tussen vriend Hein en vriend Here
---
Hochseil
Wir turnen in höchsten Höhen herum,
selbstredend und selbstreimend,
von einem I n d i v i d u u m
aus nichts als Worten träumend.
Was uns bewegt - warum? wozu?
den Teppich zu verlassen?
Ein nie erforschtes Who-is-who
im Sturzflug zu erfassen.
Wer von so hoch zu Boden blickt,
der sieht nur Verarmtes / Verirrtes.
Ich sage: wer Lyrik schreibt, ist verrückt,
wer sie für wahr nimmt, wird es.
Ich spiel mit meinem Astralleib Klavier,
v i e r f ü ß i g - vierzigzehig -
Ganz unten am Boden gelten wir
für nicht mehr ganz zurechnungsfähig.
Die Loreley entblößt ihr Haar
am umgekippten Rheine...
Ich schwebe graziös in Lebensgefahr
grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.
Wij draaien in hoogste hoogten weerom,
vanzelfsprekend en vanzelfrijmend,
van een I n d i v i d u dat niet bestaat
anders dan uit woorden dromend.
Wat ons drijft, - Waarom ? Waarvoor?
de kudde te verlaten?
Het nooit eerder onderzochte wie - is - wie
in een duikvlucht te verstaan.
Wie van zo hoog zijn blik op het schootsveld richt
ziet alleen maar kommer/kwel.
Ik zeg: wie poëzie schrijft, is geschift
die het waar wil hebben, wordt het wel
Ik speel op de vleugel van mijn sterlichaam,
v i e r v o e t i g - met veertig tenen
Helemaal beneden aan de grond gelden wij
als bijna onberekenbaar.
De muze ontbloot haar haar
in een omgedraaide wereld
Ik zweef gracieus in levensgevaar
juist nu tussen vriend Hein en vriend Here
---
Hochseil
Wir turnen in höchsten Höhen herum,
selbstredend und selbstreimend,
von einem I n d i v i d u u m
aus nichts als Worten träumend.
Was uns bewegt - warum? wozu?
den Teppich zu verlassen?
Ein nie erforschtes Who-is-who
im Sturzflug zu erfassen.
Wer von so hoch zu Boden blickt,
der sieht nur Verarmtes / Verirrtes.
Ich sage: wer Lyrik schreibt, ist verrückt,
wer sie für wahr nimmt, wird es.
Ich spiel mit meinem Astralleib Klavier,
v i e r f ü ß i g - vierzigzehig -
Ganz unten am Boden gelten wir
für nicht mehr ganz zurechnungsfähig.
Die Loreley entblößt ihr Haar
am umgekippten Rheine...
Ich schwebe graziös in Lebensgefahr
grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.
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